Mai / Juni 2014

Saison für Wildwechselunfälle

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Saison für Wildwechsel-Unfälle:

Was tun wenn Tier und Mensch zusammenkrachen?

 

Mehr als 81.000 Wildtiere kreuzen jährlich mit Unfallfolgen die Pfade des Menschen auf Land- und Schnellstraßen bzw. Autobahnen. Allein in Niederösterreich kollidierten 2013 rund 29.000 Rehe, Hasen & Co. mit Autofahrern, Bikern und LKW. Wildwechsel ist eine der gefürchtetsten Unfallursachen im Straßenverkehr. Der Niederösterreichische Landesjagdverband gibt zum Beginn der Jagdsaison Tipps zur Unfallvermeidung und Ratschläge, wie man korrekt handelt, wenn es dennoch zu Kollisionen kommt.


 Massenandrang in der Kinderstube

Wiesen und Wälder sind jetzt eine große Kinderstube und auch die Erholung Suchenden und Freizeitsportler drängen ins Freie. Weil das Wege- und Straßennetz immer dichter wird und auch die letzten Rückzugsgebiete der Wildtiere erschlossen werden, kreuzen sich auch immer öfter die Wege von Wildtier und Mensch auf unliebsame Weise. „Wildtiere sind Fluchttiere", appelliert Peter Lebersorger auch an Fußgänger, Mountainbiker und Wanderer, „unangemessenes Verhalten

im Wald führt deshalb auch immer öfter zu unerwartet gefährlichen Folge-Situationen auf den Straßen". Denn der „Verkehrspartner Wild" ist nicht berechenbar.

Vorsicht und Rücksicht

Grundsätzlich gilt für Auto- und Zweiradfahrer: Wer per PS statt per pedes unterwegs ist, sollte sich Zeit nehmen. „Die Hauptursache für Kollisionen mit Wildtieren ist nichtangepasste Geschwindigkeit", so Lebersorger für den Niederösterreichischen Jagdverband, der sich seit Jahren um Aufklärung und Unfallverhütung in Sachen Wildtiere bemüht.

Rush Hour in Wald und Feld

Wenn Wild Äsungsflächen sucht und dabei Verkehrswege kreuzt, sich auf der Flucht befindet oder Brunftplätze und Reviere wechselt, stehen oft StraßenverkehrsteilnehmerInnen auf zwei oder vier Rädern auf der Abschussliste. Die Tipps der niederösterreichischen Jäger zur Vermeidung von Wildunfällen:

  • · Wildwechsel-Warnschilder unbedingt beachten, vom Gas gehen, bremsbereit sein. Für den Verkehrspartner Wild gilt der Vertrauensgrundsatz nicht!
  • · Bei Sichtkontakt mit Wild abblenden (keine Lichthupe!), hupen und bremsen. Die Tiere haben dann Zeit aus dem Gefahrenbereich zu entkommen.
  • · Rechnen Sie damit, dass einem Tier andere nachfolgen.
  • · Nie das Fahrzeug verreißen!

 

Korrektes Verhalten bei Wildunfällen

Wenn es doch gekracht hat, gibt es klare Regeln für das korrekte Verhalten im Unfall-Fall:

  • · Unfallstelle absichern
  • · Erste Hilfe leisten und Hilfe holen
  • · Unverzügliche Meldepflicht für Wildunfälle mit Personen- UND Sachschäden
  • · Auch wenn NUR ein Tier verletzt wurde besteht Meldepflicht (sonst begehen Sie  Fahrerflucht!).
  • · Möglichst exakte Beschreibung des Unfallortes: die Exekutive hat dann die Möglichkeit, das Jagdaufsichtsorgan zu  verständigen, damit das verletzte Tier von seinen Schmerzen erlöst werden kann.
  • · Das Mitnehmen von toten oder verletzten Tieren – auch zum Tierarzt – ist strafbar!

 

 

 

 

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Niederösterreichischer Landesjagdverband Ogilvy & Mather GmbH

Dr. Peter Lebersorger                     Dr. Gabriela Walsch

Tel.: 01/ 405 16 36 – 0                   Tel.: 0664/81 28 345

e-mail: jagd@noeljv.at                  e-mail: gabriela.walsch@ogilvy.com

Weitere Informationen finden Sie unter: www.noeljv.at