18.12.2015

Stellungnahme Lainzer Tiergarten Verhütungsprojekt 2015

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Presseinformation Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände

Lainzer Tiergarten plant ein Verhütungsprojekt für Wildtiere mit einer Gruppe militanter Tierrechtsaktivisten.

 Österreichs Landesjägermeister sprechen diesem Vorhaben jeglichen Realitätsbezug und jede Berechtigung ab!

 „Tierrechte werden hier von militanten Tierrechtlern mit Füßen getreten, das Wildtier wird zum Versuchsobjekt gemacht! Grundsätze der Tierethik werden damit verkauft und verraten!“

 Die Ankündigung, dass künftig im Lainzer Tiergarten „Geburtenkontrolle“ eines der Mittel sein soll, den Bestand des Wildes „in den Griff zu kriegen“, klingt wie eine Verhöhnung der Schöpfung. Man beabsichtigt, Wildtiere (vorerst einmal Damwild und Mufflon) mit Eiweißpräparaten durch den Einsatz von Narkosegewehren mit einer Eiweißimpfung zu beschießen, damit die Fruchtbarkeit für ein paar Jahre gehemmt wird. Es geht nicht um Kastration, nur um eine „harmlose Hormongeschichte“. Ausgedacht haben sich das übrigens selbsternannte Tierrechtler, die nun ein „Kompromisspapier“ feiern.

 Der geschäftsführende Landesjägermeister KommR Josef Eder dazu: „Wenn man bedenkt, dass jedes Wildtier rein instinktiv als höchstes Ziel die Arterhaltung und damit die Fortpflanzung in sich trägt, was sogar in vielen Fällen über dem Ziel des eigenen Überlebens steht, so nimmt diese Idee dem Wildtier jede Würde. Alleine die Absicht, Bestandeskontrolle bei Wildtieren nicht durch Entnahme und Nutzung der Tiere und deren Wildbret sondern durch künstlich herbeigeführte Unfruchtbarkeit der Wildtiere durchzuführen, ist schon aus tierethischen Gründen abzulehnen. Wildtiere sind ja keine Versuchskaninchen“.

 LJM Eder weiter: „Wenn die militanten Tierrechtler von einem künstlich herbeigeführten Verhütungsprojekt an Wildtieren träumen, haben wir der Gesellschaft deutlich vor Augen zu führen, dass derartige Tierversuche alleine der Profilierung von militanten Gegnern des Fleischkonsums, der Landwirtschaft, der Jagd und der Nutztierhaltung dienen sollen. In einem zivilisierten Land wie Österreich darf so etwas nicht zugelassen werden und auch nie stattfinden. Die sogenannten Tierrechtler haben sich selbst entlarvt, indem sie die Tierrechte und die Tierethik in dem als epochal dargestellten „Kompromisspapier“ verkauft haben“.

 Die österreichischen Landesjägermeister sprechen sich daher entschieden gegen die Zulassung eines solchen „Tierversuchs unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes“ aus. „Das als „neues Wildtiermanagement“ angepriesene Modell dient alleine der Profilierung einer Gruppe militanter Jagdgegner und ist keines Wildtieres würdig!“, so die Landesjägermeister übereinstimmend.

 18.12.2015